Im April 2018 findet der 33. Marathon des Sables in der Wüste Maroccos statt. Der Autor hat die vergangenen 20 Monate damit verbracht, sich auf dieses Ereignis vorzubereiten. Was waren seine Highlights und was seine dunkelsten Stunden?
Ausdauer
Hitzetraining auf 160 km
Als Vorbereitung auf den Marathon des Sables im April 2018 musste was Handfestes her: tägliche Marathondistanzen, heisse Umgebung und den Rucksack mit Material. 4 Tage lang, 160 km.
Direkt ab Flughafen Singapur auf die Piste: das sollte dem Ganzen noch die Krone aufsetzen.
Marathon des Sable in Marocco
Wer schon mal die Bilder der abgekämpften Läuferinnen und Läufer in der Sahara gesehen hat, die sich mit Rucksack durch Sandstürme und über Dünen kämpfen bleibt nicht unberührt davon. Mit Begriffen wie Spinner, Lebensmüde, Wohlstandsversehrte und Egomanen versucht man das Phänomen in eine Kategorie zu schieben, die es sich irgendwie verbietet, unvoreingenommen betrachtet zu werden.
Alpenüberquerung zu Fuss – 145km in drei Tagen
Was damals Hannibal mit Soldaten und Elefanten im Grenzgebiet von Italien und Frankreich gemacht hat, wollten wir schon längst mal ausprobieren. Doch nicht etwa mit Tragtieren, Sänften und rollenden Gefährten, sondern zu Fuss, von A bis Z.
Das Szenario war Krise in der Nordschweiz, Verkehrsverbindung Nord-Süd geschlossen, Nahrungsversorgung beeinträchtigt. So packten wir neben Zelt und Schlafsack ein Minimum an Nahrung ein. Genau genommen 2500 kcal pro Person für drei Tage. Die Strecke betrug 44 km Luftlinie von Muotathal bis Airolo.