{"id":468,"date":"2017-10-28T21:41:06","date_gmt":"2017-10-28T19:41:06","guid":{"rendered":"http:\/\/schweizer.pm\/?p=468"},"modified":"2018-09-27T13:04:00","modified_gmt":"2018-09-27T11:04:00","slug":"sinn-des-lebens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schweizer.pm\/pri\/2017\/sinn-des-lebens\/","title":{"rendered":"Finde deinen Lebenssinn? Schluss mit 3 Vorurteilen"},"content":{"rendered":"<p>Was habe ich nicht schon nach dem einen, spezifischen und ultimativen Lebenssinn gesucht. &#8222;Find your purpose! What&#8217;s your life mission?&#8220; schreien amerikanische Lebensberater in die Welt hinaus und lange habe ich auch daran geglaubt, dass solcherart zu finden sein muss. Bis zum dem Moment,\u00a0<!--more-->als ich ein paar neue Aspekte kennenlernen durfte.<\/p>\n<p>Mit dem ganzen Absolutismus macht man sich doch nur irre. Es geht deshalb nicht mehr darum, den absoluten Lebenssinn zu finden und sich schlecht dabei zu f\u00fchlen, wenn es auch nach 10 Jahren noch nicht gelungen ist. Sondern um einen behutsameren Prozess. Damit kann ich auch ausf\u00fchren, was im\u00a0<a href=\"http:\/\/schweizer.pm\/blog\/2016\/10-tips-um-unbekanntes-zu-planen\/\">10. Tipp dieses Artikels<\/a> denn genau gemeint ist.<\/p>\n<h3>Vorurteil #1: Es gibt nur einen Lebenssinn<\/h3>\n<p>Es gibt viele sinnvolle T\u00e4tigkeiten, die uns motivieren, Kraft geben, sinnvoll sind. Selbst in sinnentleerten Jobs kann Freude \u00fcber ein fehlerfreies Produkt, \u00a0eine bereichernde menschliche Interaktion oder ein tadelloser Service aufkommen. \u00a0Hier hat mich die Einstellung von amerikanischen Berufsleuten beeindruckt, die ihre T\u00e4tigkeiten mit Stolz und Engagement erledigen.<\/p>\n<p>So wie wir jeden Tag verschiedene Rollen einnehmen, k\u00f6nnen sich auch unterschiedliche Lebenssinne ergeben: Meinen Eltern m\u00f6chte ich etwas zur\u00fcckgeben, meiner Partnerin mein Herz schenken, meinen Sohn in seinem Werdegang unterst\u00fctzen, im Job intellektuellen Herausforderungen erleben, im Sport k\u00f6rperlich wachsen, als Nachbar und Fremder jederzeit ein offenes Ohr f\u00fcr andere haben, f\u00fcr mich selbst gl\u00fccklich sein.<\/p>\n<p>So picke mir im Tagesverlauf diejenigen Dinge raus, die mich motivieren. Ich nehme sie bewusst wahr, verweile vielleicht auch ein bisschen l\u00e4nger als unbedingt n\u00f6tig darin und hake dann Tagesziel &#8222;Lebensfreude&#8220; schon einmal ab. Manchmal ist die Messlatte tief, manchmal hoch. Es gibt Tage, wo ich morgens um 7 Uhr mein pers\u00f6nliches \u00a0Ziel erreicht habe und alles als Bonus empfinde, was danach noch kommt. Und es gibt die Tage wo sich alles kompliziert, ich nichts richtig erledigen kann und frustriert zu Bett gehe.<\/p>\n<h3>Vorurteil #2: der Lebenssinn ist statisch<\/h3>\n<p>Nicht alle werden als Mutter Teresa geboren und wissen von Anfang an, dass sie den Armen und Obdachlosen von Kalkutta helfen m\u00f6chten. Doch selbst die Ordensfrau, die urspr\u00fcnglich als Lehrerin gearbeitet hat, versp\u00fcrte erst im Alter von 36 Jahren beim Anblick eines Kruzifixes diesen Wunsch.<\/p>\n<p>Es steht uns frei, unsere Meinung und Vorlieben zu \u00e4ndern. Nach 20 Jahren Kindererziehung hat vielleicht pl\u00f6tzlich die eigene spirituelle Entwicklung Vorrang. Oder nach einer Jugend des Musikunterrichtes werden Beziehungen und die Clique pl\u00f6tzlich enorm wichtig. Oder nach einer karriere-\u00a0 und konsumorientieren Phase steht pl\u00f6tzlich der Wunsch nach Freiwilligenarbeit im Raum.<\/p>\n<blockquote><p>In unterschiedlichen Lebensphasen motivieren uns andere T\u00e4tigkeiten.<\/p><\/blockquote>\n<p>Wenn wir also gefragt werden: &#8222;was ist eigentlich deine Lebensaufgabe?&#8220;, dann darf die Antwort durchaus mit &#8222;im Moment ist es&#8230;.&#8220; beginnen. Bei mir kam die Frage vor 10 Jahren, gestellt von einem guten Freund. Ich war sprachlos und hatte keinen blassen Schimmer, wovon er sprach. Inzwischen kann ich aufz\u00e4hlen, was mich alles motiviert und kann daraus m\u00f6gliche n\u00e4chste Schritte ableiten.<\/p>\n<p>Was mich zum n\u00e4chsten Vorurteil bringt&#8230;<\/p>\n<h3>Vorurteil #3: den Lebenssinn findet man durch konstantes Fragen<\/h3>\n<p>Bloss weil man sich im inneren Dialog befindet, muss man sich nicht wie eine gesprungene Platte verhalten. Um diese etwas eingefahrene Selbstbeziehung etwas aufzulockern, hilft die folgende Betrachtungsweise.<\/p>\n<p>Die Japaner haben einen Begriff f\u00fcr die Schnittmenge von &#8222;was macht mir Spass&#8220;, &#8222;was brauchen die Menschen&#8220;, &#8222;was bringt Geld&#8220; und &#8222;was kann ich gut&#8220;: der Begriff heisst<\/p>\n<figure id=\"attachment_475\" aria-describedby=\"caption-attachment-475\" style=\"width: 790px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"475\" data-permalink=\"https:\/\/schweizer.pm\/pri\/2017\/sinn-des-lebens\/ikigai\/#main\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/schweizer.pm\/pri\/wp\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Ikigai.jpg?fit=800%2C757&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"800,757\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"Ikigai\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/schweizer.pm\/pri\/wp\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Ikigai.jpg?fit=300%2C284&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/schweizer.pm\/pri\/wp\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Ikigai.jpg?fit=800%2C757&amp;ssl=1\" class=\"wp-image-475 size-full\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/schweizer.pm\/pri\/wp\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Ikigai.jpg?resize=800%2C757&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"757\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/schweizer.pm\/pri\/wp\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Ikigai.jpg?w=800&amp;ssl=1 800w, https:\/\/i0.wp.com\/schweizer.pm\/pri\/wp\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Ikigai.jpg?resize=300%2C284&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/schweizer.pm\/pri\/wp\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Ikigai.jpg?resize=768%2C727&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-475\" class=\"wp-caption-text\">Ikigai (Quelle Toronto Star)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ikigai bedeutet &#8222;wof\u00fcr es sich zu leben lohnt&#8220;.\u00a0 Dieser Lebenssinn kann auch konstruiert werden. Je nach Lebensstand sind alle vier oder weniger Bereiche notwendig, um uns eine tiefe Befriedigung zu verpassen. Innerhalb jeden Bereiches gibt es M\u00f6glichkeiten der kleinen Anpassungen und Optimierungen.<\/p>\n<p>Ich empfehle folgendes Lebensrezept: In der Ausbildung das w\u00e4hlen, was Spass macht. Dann diejenige Branche, Zielgruppe oder Land w\u00e4hlen, wo die erworbenen F\u00e4higkeiten gut entl\u00f6hnt werden. Sich innerhalb dieser T\u00e4tigkeit bereichernde Nischen suchen und stets sein Bestes geben: fertig ist das Ikigai- Gericht.<\/p>\n<p>W\u00e4re interessant, hierzu ein paar Gedanken in den Kommentaren zu finden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was habe ich nicht schon nach dem einen, spezifischen und ultimativen Lebenssinn gesucht. &#8222;Find your purpose! What&#8217;s your life mission?&#8220; schreien amerikanische Lebensberater in die Welt hinaus und lange habe ich auch daran geglaubt, dass solcherart zu finden sein muss. 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