Wo bin ich ? Wanderung 1600km auf E2/GR5

Nach der Schaf­fung von Frei­raum mal einfach Rich­tung Süden loswan­dern, nur ein paar wich­tige Daten auf dem Programm, der Rest dem Zufall über­las­sen. Soll ich mir dies über­haupt zumu­ten? In allen meinen Projek­ten stand immer die Planung im Vorder­grund. Kommt es gut, genau das Gegen­teil davon zu machen, was mir am leich­tes­ten fällt?

Die Beant­wor­tung dieser Frage wird wohl einige Zeit in Anspruch nehmen. Natür­lich gehe ich davon aus, dass sich das Leben so verhält:

Der logis­ti­sche Rahmen ist schnell abge­steckt: 75 Tage Zeit, Nacht­tem­pe­ra­tur in den Niede­run­gen von 10°C oder höher, Tages­tem­pe­ra­tur maxi­mal 30°C mit Regen, Sonne und Mücken. Auf der südli­chen Alpen­route geht der Weg über Pässe bis 2700m Höhe über Meer und entspre­chend tiefe Tempe­ra­tu­ren sind zu erwar­ten. Aber bis dort­hin ist es noch ein weiter Weg. Die ersten 1000 Kilo­me­ter vom Südzip­fel Belgi­ens bis zum Genfer­see verlau­fen in hüge­li­gem Gelände und in Ebenen.

Da ich keine fixen Etap­pen planen möchte, sind Schlaf­sack und Zelt mit dabei. Somit kann ich die Tages­etap­pen so einrich­ten, dass sie opti­mal passen. Wasser gäbe es in der Natur genug, doch ist es vermut­lich nicht sauber, also muss eine Koch­vor­rich­tung her. Nahrung braucht es eigent­lich keine; mein Körper­fett würde für rund 30 Tage reichen und Läden gibt es eben­falls auf der Stre­cke. Auch hier gilt, was schon oben zur Komfort­zone gesagt wurde: inter­es­sant wird es erst, wenn man sie verlässt. Mal ein paar Tage lang nichts essen bei gleich­zei­ti­ger körper­li­cher Akti­vi­tät, das wollte ich schon lange mal auspro­bie­ren.

Damit das ganze Unter­fan­gen über den reinen Selbst­zweck hinaus etwas Nutzen für die Allge­mein­heit bringt, möchte ich dem Weg entlang Abfall sammeln. Solcher­lei möchte ich vermei­den helfen:

Müll­halde im Rinjani-Natio­nal­park auf Lombok, Indo­ne­sien

In weite­ren Beiträ­gen werde ich Erleb­nisse von unter­wegs schil­dern, mein Mate­rial präsen­tie­ren und die schöns­ten Bilder zeigen.

Um ein eindrück­li­ches Wander­er­leb­nis zu haben, muss es nicht immer die USA mit ihren gut vermark­te­ten Mega Trails sein.

USA: drei lange Trails Paci­fic Crest Trail (PCT), Conti­nen­tal Divide Trail (CDT) und Appa­la­chian Trail (AT)
Europa: gros­ses Netz­werk an langen Trails und natio­na­len Wander­we­gen (Quelle: hiking.waymarkedtrails.org)

Deshalb geht es am 2. Juli 2018 auf dem Euro­päi­schen Fern­wan­der­weg E2 los und meine aktu­elle Posi­tion ist jeweils der südlichste Punkt, resp. der mit dem aktu­ells­ten Datum bezeich­nete Ort.

Foto: Google Earth

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Wanderung 1600km auf E2/GR5
Arti­cle Name
Wande­rung 1600km auf E2/GR5
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Mal einfach Rich­tung Süden loswan­dern, nur ein paar wich­tige Daten auf dem Programm, der Rest dem Zufall über­las­sen. Kann ich mir dies über­haupt zumu­ten? In allen meinen Projek­ten stand immer die Planung im Vorder­grund. Kommt es gut, genau das Gegen­teil davon zu machen, was mir am leich­tes­ten fällt?

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